Champagne OLIVIER HORIOT

In Les Riceys, im Süden der Côte des Bar, arbeitet OLIVIER HORIOT mit einer klaren Überzeugung: Jede Parzelle besitzt ihren eigenen Charakter. Seine Weinberge werden biodynamisch bewirtschaftet, jede Lage separat vinifiziert, viele Champagner entstehen jahrgangsrein und mit minimaler Dosage. Pinot Noir bildet das Fundament, ergänzt durch Chardonnay, Meunier und seltene historische Rebsorten. Das Ergebnis sind strukturierte, präzise Champagner mit Substanz, Textur und unverstellter Herkunft.



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Parzelle. Jahrgang. Haltung.

Champagne OLIVIER HORIOT
Parzelle. Jahrgang. Haltung.

Les Riceys ist kein homogener Ort. Drei Dörfer, vielfältige Böden und ein Mosaik aus Expositionen prägen diese südlich gelegene Gemeinde der Côte des Bar. Historisch war sie für Rosé und rote Pinot-Noir-Weine bekannt – weniger für Champagner. Genau hier setzt OLIVIER HORIOT an und entwickelt eine Handschrift, die Herkunft differenziert statt sie zu vereinheitlichen.

Seit 2004 entstehen unter seinem Namen eigene Champagner. Der Schritt in die Selbstständigkeit war Ausdruck einer klaren Entscheidung: Parzellen ernst nehmen, Unterschiede zulassen und Terroir nicht glätten. Jede Lage wird einzeln gelesen, separat gepresst und individuell vinifiziert. Dieser parzellenweise Ausbau, inspiriert vom Burgund und geprägt durch seine Ausbildung in Dijon, ist das Fundament seines Arbeitens. Gebrauchte Barriques spielen dabei eine zentrale Rolle, weil sie Struktur geben, ohne den Charakter der Weine zu überdecken.

Die rund acht Hektar Rebfläche sind überwiegend mit Pinot Noir bestockt, der Rebsorte, die die Côte des Bar prägt. Ergänzt wird sie durch Chardonnay, Meunier sowie die selten gewordenen Sorten Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris. Diese Vielfalt ist kein Nebenaspekt, sondern Teil der Identität des Hauses. In der Cuvée Soléra finden sogar alle sieben Rebsorten zusammen und spiegeln die Region in ihrer ganzen Bandbreite.

Seit 2010 bewirtschaftet Horiot sämtliche Weinberge biodynamisch. Niedrige Erträge, reifes Lesegut und Geduld im Keller bestimmen den Stil. Die Weine vergären langsam, reifen lange auf der Hefe und werden nur sehr zurückhaltend oder gar nicht dosiert. Viele Champagner entstehen jahrgangsrein und tragen bewusst die klimatische Handschrift eines einzelnen Jahres. Andere, etwa mit Réserve Perpétuelle, verbinden Kontinuität mit Vielschichtigkeit.

Stilistisch zeigen sich die Champagner von OLIVIER HORIOT kraftvoll und präzise, mit klarer Frucht und markanter Textur. Sie besitzen Substanz und Spannung, ohne schwer zu wirken. Am Tisch entfalten sie Struktur und Tiefe, solo überzeugen sie durch Klarheit und Eigenständigkeit. Wer Champagner sucht, die Herkunft differenziert erzählen und Parzellen sichtbar machen, findet hier eine unverwechselbare Handschrift aus Les Riceys.

Mehr zur künstlerischen Haltung und zur Arbeitsweise lesen Sie im ausführlichen Portrait von OLIVIER HORIOT.