eDiTiON GUTE GEISTER
Poesie & Politur
Nahe der Hamburger Außenalster, in einem Atelier in Winterhude, entstehen Wesen, die mit großen Augen in die Welt blicken. Sie sind allein unterwegs und doch verbunden. Sie stellen Fragen, die man sich vielleicht selbst nie laut gestellt hätte. Und sie tauchen oft dann auf, wenn Gedanken ins Stocken geraten.
Harriet Grundmann ist Autorin und Künstlerin. Seit 1999 sind mehr als vierzig Bücher von ihr erschienen, übersetzt in zahlreiche Sprachen und begleitet von einer aufmerksamen Kulturöffentlichkeit. Worte waren lange ihr zentrales Medium. Doch an einem grauen Nachmittag, als ein Schreibprojekt sich zäh anfühlte, erschienen sie plötzlich: die guten Geister. Mit wenigen Strichen gezeichnete Tiere, reduziert und fein, kombiniert mit Sätzen, die trösten, schmunzeln lassen oder leise widersprechen.
Aus diesem Moment entstand die eDiTiON GUTE GEISTER. Illustration und Sprache gehen hier eine unaufgeregte Verbindung ein. Ein Fuchs hört einer Katze zu. Eine Qualle träumt. Eine Fliege begegnet einem Fuchs. Die Figuren bleiben offen für eigene Geschichten. Sie erklären nichts. Sie deuten an. Genau darin liegt ihre Kraft.
Was als Zeichnung begann, wurde zur Edition. Leinwand, Holz, Keramik – und schließlich Textilien. Die Motive übertragen sich auf Stoffe, die nicht nur funktional sind, sondern Atmosphäre tragen. Worte stehen nicht dekorativ neben Bildern, sondern verschmelzen mit ihnen. Sprache wird Material.
Die Tücher der eDiTiON GUTE GEISTER bestehen aus einer Mischung aus Baumwolle und Leinen. Sie sind robust und weich zugleich, griffig, saugfähig, langlebig. Ihre Qualität ist handwerklich gedacht, ihre Gestaltung poetisch. Sie begleiten alltägliche Handgriffe und verwandeln sie beiläufig in kleine Rituale.
Vielleicht ist es genau dieser Moment zwischen Tätigkeit und Gedanke, der die guten Geister lebendig macht. Wenn ein Glas in der Hand liegt, noch kühl vom Vorabend, wenn Worte nachklingen und der Morgen langsam Form annimmt. Dann sind sie da. Still. Und ein wenig optimistisch.