Champagne CLANDESTIN

In der Côte des Bar verfolgt Benoît Doussot mit Champagne Clandestin einen klaren Ansatz: biologisch zertifizierte Parzellen, spontane Gärung, Ausbau im Holz und kompromisslos ohne Dosage. Jede Cuvée erzählt von Exposition, Kalk und Mikroklima – als reinsortiger Chardonnay oder Pinot Noir, präzise vinifiziert und eigenständig im Ausdruck.

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Terroir. Exposition. Null Dosage.

Champagne CLANDESTIN
Terroir. Exposition. Null Dosage.

Champagne Clandestin ist das eigenständige Projekt von Benoît Doussot in Buxières-sur-Arce, im Süden der Champagne. Verwurzelt im Burgund und geprägt von einer klaren Parzellen-Denke, richtet er seinen Blick in der Côte des Bar konsequent auf Herkunft und Mikroklima. Statt eigener Rebflächen arbeitet er mit ausgewählten Winzern zusammen, die ihre Weinberge biologisch oder biodynamisch bewirtschaften und Ecocert-zertifiziert sind. Clandestin ist damit nicht nur ein Name, sondern Haltung: leise im Auftreten, präzise in der Umsetzung.

Die Côte des Bar unterscheidet sich geologisch deutlich von den nördlicheren Teilen der Champagne. Statt reiner Kreide prägen Kimmeridge- und Portland-Kalk die Böden, ergänzt durch Argilo-Calcaire im Oberboden. Diese Struktur erinnert eher an das benachbarte Chablis als an die Côte des Blancs oder die Montagne de Reims. Exposition, Höhenlage und Bodenmischung wirken hier besonders unmittelbar auf die Weine – Unterschiede, die Clandestin bewusst herausarbeitet.

Alle Parzellen werden separat vinifiziert. Die Trauben werden als Ganzes gepresst, die Gärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen. Der Ausbau findet in gebrauchten Tonneaux und Demi-Muids statt. Auf eine Dosage wird konsequent verzichtet. Ziel ist kein Stil im klassischen Sinn, sondern Transparenz.

Die Pinot-Noir-Cuvées Boréal und Austral zeigen eindrücklich, wie stark sich nord- und südexponierte Teile derselben Lage unterscheiden können – in Spannung, Fruchtbild und Struktur. Bei den Chardonnays stehen Les Grandes Lignes und Les Revers für zwei unterschiedliche Lesarten von Kalk und Klima: einmal mit reifer, gelber Frucht und Struktur, einmal hell, salzig und straff. Ergänzt werden sie durch Les Passagers, selektierte Einzellagenabfüllungen eines Jahrgangs, die die Idee von Herkunft noch konsequenter denken.

Champagne Clandestin steht damit für eine eigenständige Interpretation der Côte des Bar. Nicht laut, nicht gefällig, sondern klar, präzise und geprägt von der Überzeugung, dass Terroir sichtbar bleiben darf.

Mehr zur Philosophie von Benoît Doussot lesen Sie im ausführlichen Portrait von CLANDESTIN.