Champagne CHARLES DUFOUR
Kraft. Idee. Côte des Bar.
CHARLES DUFOUR arbeitet in Landreville im Süden der Champagne, wo die Côte des Bar ein eigenes Profil entwickelt hat. Hier, rund 120 Kilometer südwestlich des Marnetals, sind die Temperaturen spürbar milder, die Böden von Lehm und Kalkstein geprägt. Diese Kombination verleiht den Weinen Substanz und Tiefe – eine natürliche Kraft, die den Stil des Hauses bis heute bestimmt.
Die Wurzeln der Familie reichen zurück bis 1956, als der Großvater die ersten Reben pflanzte und unter „Robert Dufour et Fils“ Champagner erzeugte. Seit 2007 führt Charles Dufour die rund sechs Hektar eigener Weinberge weiter. Der Schritt in den ökologischen Weinbau erfolgte bewusst und aus innerer Überzeugung. 2010 wurde das Gut biozertifiziert. Ein Teil der Parzellen wird bis heute von seiner Mutter Françoise Martinot betreut, die den Weg in Richtung Nachhaltigkeit maßgeblich geprägt hat.
Im Keller setzt Dufour auf natürliche Hefen und gebrauchte Eichenfässer. Die Weine werden weder geschönt noch filtriert, sie reifen bis zu einem Jahr im Holz, bevor sie in der Flasche ihre zweite Gärung durchlaufen. Auf Dosage verzichtet er, ebenso auf zusätzliche Schwefelgaben. Dieser Ansatz verleiht den Champagnern eine präzise, leicht oxidative Handschrift, die Struktur und Ausdruck verstärkt.
Mit „Bulles de Comptoir“ bündelt Dufour mehrere Parzellen rund um Landreville zu einer übergreifenden Cuvée. Statt Einzellagen in den Vordergrund zu stellen, sucht er das Zusammenspiel. Pinot Noir dominiert seine Weinberge, ergänzt durch Chardonnay und etwas Pinot Blanc. Das Ergebnis sind eigenständige Champagner mit Tiefe, Spannung und einer klaren Herkunftsprägung.
Die Champagner von CHARLES DUFOUR sind keine schnellen Aperitifweine. Sie zeigen Charakter, entwickeln sich im Glas und begleiten Speisen mit Substanz und Würze souverän. Wer sich für sie entscheidet, entdeckt die Côte des Bar in ihrer konzentrierten, kompromisslosen Form – geprägt von Handwerk, Herkunft und einem Winzer, der bewusst seinen eigenen Weg geht.
Neben seinen Champagnern entstehen bei CHARLES DUFOUR auch Coteaux Champenois und die Mistelle „Liqueur de Comptoir“. Diese Weine und Liqueure führen seine Handschrift jenseits der Flaschengärung fort. Sie zeigen dieselbe Herkunft, denselben Respekt vor dem Weinberg und dieselbe Bereitschaft, vertraute Wege zu hinterfragen – nur ohne Perlage.
Mehr zur Haltung und Entwicklung lesen Sie im ausführlichen Portrait von CHARLES DUFOUR.